Bei dem russischen Angriff wurde eine Tankstelle in der ukrainischen Ortschaft Jahodyn getroffen. Sie liegt rund 800 Meter vom polnischen Grenzübergang entfernt. Auch eine Lokomotive eines Zuges auf der Strecke Kiew-Warschau soll nach Angaben der ukrainischen Eisenbahn rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt getroffen worden sein. Ministerpräsident Donald Tusk erklärte allerdings, der Angriff auf die Lokomotive könne bislang weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Sicher sei dagegen, dass eine Tankstelle sowie ein Güterzug auf einem Abstellgleis getroffen worden seien.
Polens Behörden wollen unterdessen größere Ansammlungen von Fahrzeugen an den Grenzübergängen vermeiden. Der stellvertretende Innenminister Tomasz Szymański sagte, die Sicherheitsdienste arbeiteten eng mit dem Einsatzkommando der Streitkräfte zusammen. Der Grenzverkehr solle möglichst flüssig und ohne unnötige Verzögerungen ablaufen.
Bei dem Angriff am Sonntagmorgen hatten Systeme nach Angaben der Behörden den Einsatz von rund einem Dutzend russischer Geran-5-Drohnen über der Westukraine registriert. Polen ließ daraufhin Kampfflugzeuge aufsteigen und warnte die Bevölkerung in den grenznahen Regionen.
IAR/jc