„Wir holen Zehntausende unserer besten Soldaten nach Hause“, sagte Hegseth. Gleichzeitig werde die Stärke der gemeinsamen Streitkräfte um Zehntausende erhöht. Der Schwerpunkt solle wieder stärker auf der Verteidigung der USA und der westlichen Hemisphäre liegen, während das Land weiterhin in der Lage bleiben müsse, jeder globalen Bedrohung zu begegnen.
Hegseth machte keine konkreten Angaben dazu, aus welchen Regionen die Soldaten abgezogen werden sollen. Die Ankündigung erfolgte allerdings vor dem Hintergrund einer Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa, die zu einer Verringerung der Truppen auf dem Kontinent führen könnte. Am Mittwoch zogen zudem die letzten US-Truppen aus dem Irak ab.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählt die Einrichtung eines „Kommandos für autonome Kriegsführung“. Es soll den Einsatz von Robotern, Drohnen und künstlicher Intelligenz in militärischen Operationen vorantreiben. An der Spitze soll ein Vier-Sterne-General stehen.
Zudem sollen in den USA neue Militärstützpunkte entstehen. Hegseth sprach von „neuen, schönen Basen“ auf Flächen von Zehntausenden Hektar. Sie sollen über eine eigene Energieversorgung und moderne Luftabwehr verfügen.
Hegseth kündigte außerdem die Gründung eines Religionsbüros an, das direkt dem Verteidigungsminister unterstellt sein soll. Es soll die Budgets der Militärseelsorge schützen, den Ausbau entsprechender Infrastruktur vorantreiben und die Seelsorge stärken.
Zur Begründung sagte Hegseth, weniger als fünf Prozent der Soldaten bezeichneten sich als nicht religiös. Er verglich den „Kriegerethos“ mit der biblischen Berufung des Propheten Jesaja und dessen Antwort auf Gottes Ruf: „Hier bin ich, sende mich.“
In seiner Rede sprach Hegseth auch von einem geistlichen Kampf. „Gott ist gut, das Böse nicht, und das amerikanische Militär muss diesen Unterschied verstehen“, sagte er.
PAP/jc