Die Ausstellung zeigt das Schicksal der Familie Ulma. Am 24. März 1944 hat eine deutsche Nazi-Patrouille das Haus der Familie Ulma im Dorf Markowa in Südpolen umstellt. Wiktoria und Józef hatten dort acht Juden versteckt. Dafür wurden sie zusammen mit ihren sieben Kindern und den jüdischen Flüchtlingen hingerichtet.
Dank einer VR-Brille wird der Zuschauer in das Haus der Ulma aus den 1940er Jahren versetzt. „Die Kombination von historischen Artefakten, Fotografien und Dokumenten, die mit der Erzählung präsentiert werden, hilft, die ergreifenden Ereignisse zu verstehen und die Botschaft der aktuellen Ausstellung zu lesen“, informieren die Organisatoren.
Die Familie wurde von den deutschen Nazis während des Zweiten Weltkriegs für ihre Hilfe für eine jüdische Familie in ihrem Haus in Polen exekutiert.
1995 wurden Józef und Wiktoria posthum mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet. Die Medaillen werden vom Jerusalemer Institut Yad Vashem an Einzelpersonen und Familien verliehen, die ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Angehörigen riskiert haben, um Juden vor dem Holocaust zu retten.
2018 hat das polnische Parlament auf Initiative von Präsident Andrzej Duda den 24. März als Nationalen Tag des Gedenkens an die polnischen Judenretter unter deutscher Besatzung festgelegt. Das Datum erinnert an den Tag im Jahr 1944, an dem die Nazi-Deutschen die gesamte Familie Ulma hingerichtet haben.
Die Installation wird in einem Container vor dem Sitz des Instituts für Nationales Gedenken (IPN) in Rzeszów in der Słowackiego-Straße 18 zu sehen sein.
PAP/jc