Im Spätsommer 1939 wurden Czesław Straszewicz und Witold Gombrowicz zu einer Kreuzfahrt nach Buenos Aires eingeladen. Während Gombrowicz nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Argentinien blieb, kehrte Straszewicz nach Europa zurück und verstärkte die polnische Armee. Nach einem Unfall, der ihn fast das Leben kostete, wurde er zum Radiosender „Świt“ versetzt.
Erst 1944 brach er erneut nach Südamerika auf, diesmal nach Uruguay. Straszewicz gehörte - neben Gombrowicz, Czarnyszewicz und Bobkowski - zu den „Außenseitern“ der polnischen Literatur, die in Lateinamerika fernab literarischer Salons und moderner Strömungen schrieben. Seine Romane und Radiosendungen, die neuerdings wiederentdeckt wurden, erregten schon früher Aufsehen - allerdings nur im Westen und in Literatenkreisen. Die Präzision und der Humor, mit denen Straszewicz das Verhalten seiner Landsleute im Exil sowie der polnischen Sicherheitsbehörden in der Volksrepublik schilderte, wurden u.a. von den Redakteuren der Pariser „Kultura“ und der Londoner „Wiadomości“ bewundert und gelobt. Ein Beitrag von Wojciech Osiński.