Deutsche Redaktion

Weitere "Gerechte" mit Gedenktafel geehrt

24.03.2025 11:59
Polen begeht heute den Tag der polnischen "Gerechten". Aus diesem Grund fand am Montagmorgen in der Kapelle des Sanktuariums der Heiligen Jungfrau Maria in Toruń eine feierliche Zeremonie für die Polen statt, die Juden unter der deutschen Besatzung retteten. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Staatspräsident Andrzej Duda und die amtierende stellvertretende israelische Botschafterin in Polen, Bosmat Baruch, teil.
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Bild:Tomasz Adamowicz/Gazeta Polska/Forum

Im Rahmen der Zeremonie wurden drei weitere Namen polnischer Judenretter auf Gedenktafeln enthüllt. Seit der Errichtung der Kapelle im Jahr 2016 wurden bereits die Namen von 1.239 Personen verewigt.

Im Gedenkpark neben dem Sanktuarium sind die Namen von 33.000 Polen verewigt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten.


Der Gedenktag wurde 2018 auf Initiative von Präsident Andrzej Duda durch das polnische Parlament eingeführt. Das Datum erinnert an die Ermordung der Familie Ulma in Markowa am 24. März 1944 durch die Nazis. Józef Ulma, seine schwangere Frau Wiktoria, ihre sechs Kinder sowie acht von ihnen versteckte jüdische Personen wurden hingerichtet.

PAP/jc

Lityński: "Ich rettete 50 Juden vor dem Tod"

12.03.2025 08:00
Etwa 6600 Polen wurden bereits von der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel als "Gerechte unter den Völkern" geehrt. Einer von ihnen war Doktor Michał Lityński.