Deutsche Redaktion

Tusk reist nach Paris zu Ukraine-Gipfel der „Koalition der Willigen“

26.03.2025 10:31
Polens Premierminister Donald Tusk reist am Mittwoch nach Paris, um an einem Gipfeltreffen der „Koalition der Willigen“ teilzunehmen. Das Treffen, das am Donnerstag stattfindet, soll sich unter anderem mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine befassen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird erwartet. Er trifft bereits am Mittwochabend den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Donald Tusk
Donald TuskShutterstock

Tusk kündigte am Dienstag an, dass er in Paris die Nutzung europäischer Mittel für Verteidigungszwecke thematisieren werde. Die polnische Regierung hat bereits die Umschichtung von Geldern aus dem Wiederaufbaufonds (KPO) in einen neuen Sicherheits- und Verteidigungsfonds beschlossen.

Das Treffen findet zwei Tage nach der Ankündigung eines Waffenstillstands im Schwarzen Meer durch die USA statt. Nach Verhandlungen in Saudi-Arabien hatten sich die Ukraine und Russland darauf geeinigt. Die USA erklärten sich bereit, Russland den Export von landwirtschaftlichen Produkten zu erleichtern und die Ukraine bei der Rückführung von durch Russland verschleppten Kindern zu unterstützen. Der Kreml stellte jedoch klar, dass der Waffenstillstand nur bei einer Aufhebung westlicher Sanktionen in Kraft treten werde.

Laut französischen Diplomaten wurden mehr als 20 Länder zum Gipfel eingeladen, darunter EU-Staaten sowie Kanada, Norwegen und die Türkei. Ziel sei es, starke Sicherheitsgarantien für Kiew zu formulieren.

Macron hatte das Treffen in der vergangenen Woche beim EU-Gipfel in Brüssel angekündigt. „Wir werden unsere Unterstützung für die ukrainische Armee konkretisieren und ein widerstandsfähiges Verteidigungsmodell aufbauen, um zukünftige russische Invasionen zu verhindern“, sagte er.

Es ist bereits der zweite informelle Gipfel dieser Art in Paris. Der vorherige fand am 17. Februar statt – unmittelbar nach der Münchner Sicherheitskonferenz. In den vergangenen Wochen gab es zudem mehrere hochrangige Treffen zur Ukraine-Frage, darunter zwei EU-Gipfel in Brüssel und Beratungen von Generalstabschefs aus mehr als 30 Ländern in Paris.


PAP/jc

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