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Die Gewinner des 19. Reporterpreises „Melchiory“ stehen fest

28.03.2025 13:04
Für den Wettbewerb wurden 175 Beiträge eingereicht, aus denen eine Jury vier Nominierte pro Kategorie auswählte, bevor sie die Gewinner ermittelte.
Audio

Die Melchiory Reporterpreise, die nach dem legendären polnischen Journalisten Melchior Wańkowicz benannt sind, zielen darauf ab, herausragende Reportagen zu würdigen und dabei eine Brücke zwischen traditionellem Radio und digitalem Journalismus zu schlagen. Der Wettbewerb wird vom Studio für polnische Radioreportagen organisiert und steht Journalisten des polnischen Rundfunks, regionaler Sender und unabhängigen Medienschaffenden offen.

Die wichtigsten Auszeichnungen

  • Historischer, biografischer, künstlerischer Dokumentarfilm - Magda Skawińska (Polnisches Radioreportagestudio) für „Węzełek“, eine vielschichtige Geschichte über Verlust und die Suche nach Heimat, angereichert durch eine einzigartige Audioerzählung.
  • Audiodokumentation oder Reportageserie - Agnieszka Szwajgier und Dorota Salus (Radio 357) für „Kryptoscam“, ausgezeichnet für sein tiefes Eintauchen in Betrugsmechanismen und seine akribische emotionale Sensibilität.
  • Sozial-, Investigativ- oder Interventionsreportage - Katarzyna Michalak (Polnischer Rundfunk Lublin) für „Maski“, einen fesselnden Blick in die Welt der Komapatienten, der für sein minimalistisches und doch kraftvolles Audiodesign gelobt wurde.
  • Beste Audioproduktion - Piotr Król (Polnischer Rundfunk Lublin) für seine Tonarbeit bei „Jeszcze jedna zima“ und „Maski“, die die Zerbrechlichkeit von Leben und Tod meisterhaft verdeutlicht.
  • Beste Print-/Online-Reportage - Przemysław Wilczyński (Tygodnik Powszechny) für „Nasze dzieci, nasza sprawa“, ein eindringliches Exposé über institutionelle Versäumnisse, die gefährdete Kinder betreffen.
  • Bester Podcast - Adrian Bąk (Radio 357) für „Bunt. Decydujący bój o ziemię“, ein packender Bericht über einen der weltweit drängendsten sozio-ökologischen Kämpfe.
  • Beste Videoreportage - Ewa Galica (TVN) für „Krąg Putina. Tajemnice rosyjskich majątków w Europie“, eine investigative Reportage, die die verborgenen Finanzgeschäfte der russischen Elite inmitten des andauernden Krieges aufdeckt.
  • Schöpfer des Jahres - Artur Giordano, Tontechniker, Komponist und Mentor, der für seine künstlerischen und technischen Beiträge zur Audiowelt ausgezeichnet wurde.

„Diese Beiträge zeigen die Bandbreite unserer Interessen als Dokumentarfilmer und Journalisten, die in und über Polen arbeiten“, sagte Bartosz Panek, Leiter des polnischen Radioreportagestudios.

In der diesjährigen Jury saßen renommierte Journalisten wie Karolina Wigura-Kuisz, Magdalena Rigamonti, Tomasz Sekielski und Paweł Reszka. Die Preisträger erhielten Melchiory-Statuetten und Geldpreise, wobei das Preisgeld insgesamt mehr als 100 000 PLN betrug.

PAP/adn

 

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