Deutsche Redaktion

Außenminister in Madrid: „Die Entscheidung liegt bei Kiew“

31.03.2025 13:00
„Die Ukraine und nicht Russland wird entscheiden, ob sie eine ausländische Militärpräsenz auf ihrem Territorium wünscht", sagte Außenminister Radoslaw Sikorski am Montag in Madrid. Er unterstrich, dass Russland eine Bedrohung für ganz Europa darstelle.
Der polnische Auenminister Radoslaw Sikorski spricht auf einer Pressekonferenz am 31. Mrz 2025 in Madrid whrend des G5+-Treffens zur europischen Verteidigung und zur Ukraine.
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski spricht auf einer Pressekonferenz am 31. März 2025 in Madrid während des G5+-Treffens zur europäischen Verteidigung und zur Ukraine.EPA/JAVIER LIZON

Der Chef der polnischen Diplomatie nimmt am Montag an einem Treffen mit Vertretern der Regierungen der so genannten Großen Fünf der EU sowie Großbritanniens und der Ukraine teil. Sikorski sprach unter anderem über die Idee der Europäischen Union gemeinsame Friedenstruppen in die Ukraine zu entsenden.
„Nicht Russland, sondern die Ukraine wird entscheiden, ob sie eine ausländische Militärpräsenz auf ihrem Territorium wünscht", sagte der Radosław Sikorski. Er betonte jedoch, es sei noch zu früh, darüber zu sprechen, da es noch kein Waffenstillstandsabkommen im russisch-ukrainischen Konflikt gebe.

Wie der Minister darüber hinaus erklärte, sei Russland eine Bedrohung für ganz Europa. „Daher sollte die Antwort auch europäisch sein“, betonte er. Gleichzeitig begrüßte Sikorski, dass andere verbündete Staaten die russische Bedrohung nicht nur als ein Problem für die Länder an der Ostflanke der NATO wahrnehmen würden.

Russische Vermögenswerte als Kriegsreparationen

Der spanische Außenminister, Jose Manuel Albares, meldete sich ebenfalls zu Wort. Ihm nach sollten die in Europa eingefrorenen russischen Guthaben zur Unterstützung der Ukraine verwendet werden.
„Kriegsreparationen, die früher oder später an die Ukraine gehen sollten, könnten aus diesen Mitteln bezahlt werden", schätzte der spanische Politiker ein.

Die Außenminister der so genannten „Großen Fünf", zu denen auch Polen, Großbritannien und die Ukraine gehören, sprechen am Montag zusammen mit der Leiterin der EU-Diplomatie und dem EU-Verteidigungskommissar über die Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung gegen den andauernden russischen Angriffskrieg.

PAP/ps

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