Deutsche Redaktion

Wie viele gestohlene Kunstwerke hat die neue Regierung wiedererlangt?

04.04.2025 06:00
Seit Anfang 2024 hat das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe 25 Restitutionsfälle abgeschlossen. In dieser Zeit ist es den Mitarbeitern des Ministeriums gelungen, 81 Kunstwerke zurückzuholen. Diese wurden unter anderem während des Zweiten Weltkriegs gestohlen, hat der private Radiosender RMF FM herausgefunden.
Whrend des Zweiten Weltkriegs haben die polnischen Sammlungen mehr als eine halbe Million Kunstwerke verloren. Heute wird die Wiedererlangung der gestohlenen Kulturschtze durch das Ministerium fr Kultur und Nationales Erbe koordiniert.
Während des Zweiten Weltkriegs haben die polnischen Sammlungen mehr als eine halbe Million Kunstwerke verloren. Heute wird die Wiedererlangung der gestohlenen Kulturschätze durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe koordiniert. lodzka.policja.gov.pl

Während des Zweiten Weltkriegs haben die polnischen Sammlungen mehr als eine halbe Million Kunstwerke verloren. Dies war nicht nur das Ergebnis kriegsbedingter Zerstörung, sondern - vielleicht vor allem - von Diebstahl, berichtete RMF FM. Von deutschen und russischen Soldaten, die ganze Sammlungen aus polnischen Kultureinrichtungen raubten, über deutsche Geistliche, die Gemälde und Skulpturen aus Kirchen stahlen, bis hin zu Zivilisten, die das allgegenwärtige Chaos und die Verwüstung der Städte ausgenutzt hatten.

Heute wird die Wiedererlangung der gestohlenen Kulturschätze durch das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe koordiniert. Dieser Prozess wird als Restitution bezeichnet. Die immer noch aktualisierte Datenbank fuer kulturelle Kriegsverluste enthält derzeit rund 70.000 einst zu nationalen Sammlungen zählende Kunstwerke. Viele von ihnen kursieren heute irgendwo in der Welt und wechseln oft auf verschiedenen Auktionen den Besitzer.

Derzeit laufen fast 200 Restitutionsfälle

Das Kulturministerium bearbeitet derzeit mehr als 180 Restitutionsfälle in 20 Ländern. Die Restitutionsaktivitäten werden von der Abteilung für die Rückgabe von Kulturgütern durchgeführt. Früher wurde diese Aufgabe von der Abteilung für die Rückgabe von Kulturgütern ausgeführt. Diese wurde jedoch 2024 „abgeschafft“ und in die Abteilung für kulturelles Erbe integriert. Gelegentlich tauchen geraubte Kunstwerke bei Auktionen auf. Sie werden von privaten Verkäufern und manchmal von Auktionshäusern angeboten. Die Suche nach vermissten Kunstwerken wird in Zusammenarbeit mit internationalen Diensten und Organisationen durchgeführt.

RMF24/ps

 

Deutschland verkauft gestohlenes polnisches Kunstwerk

01.12.2022 22:00
„Das deutsche Auktionshaus hat sich wie ein gewöhnlicher Betrüger verhalten. Es hat Kandinsky verkauft, obwohl es gewusst hat, dass er aus einem polnischen Museum gestohlen wurde", schrieb der stellvertretende Ministerpräsident und Kulturminister auf Twitter. 

Polen ersucht UNESCO-Hilfe für geraubte Kunstwerke

14.12.2022 20:27
Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten habe der Generaldirektorin der UNESCO ein entsprechendes Schreiben zu der Angelegenheit übermittelt, berichtete die Presseagentur PAP. Der Grund für diese Entscheidung sei die mangelnde Bereitschaft der Deutschen, aus Polen geraubte Kunstwerke zurückzugeben, sagte der stellvertretende Leiter des Außenministeriums, Arkadiusz Mularczyk, am Dienstag. 

Polen und Brüssel wollen gestohlene ukrainische Kinder wiedererlangen

27.02.2023 09:34
Schätzungen der Behörden in Kiew zufolge, seien mindestens 13.600 Menschen unter 18 Jahren von Russland zwangsdeportiert worden. 

Geraubte Kunstwerke kehren in das Warschauer Nationalmuseum zurück

21.06.2023 07:12
Polen hat zwischen 1939 und 1945 schätzungsweise über 500.000 verschiedene Arten von Kunstwerken verloren, darunter fast 15.000 Gemälde. 

Gestohlene Glocke kehrt nach Polen zurück

26.07.2023 10:00
Nach mehr als 80 Jahren kehrt eine Kirchenglocke aus München nach Polen zurück. Die Glocke aus der Kirche in Kuźniczysko in Schlesien wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen demontiert. Es ist nicht bekannt, wie sie den Weg in die Kirche in München gefunden hat, berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ).