„Ich möchte die Generaldirektorin der UNESCO bitten, eine Zusammenarbeit bei der Rückgabe und Restitution von Kulturgütern, die aus Polen ausgeführt wurden, aufzunehmen", sagte er.
Die Aufforderung an die deutsche Regierung zu diesem Thema sei in Punkt drei einer diplomatischen Note enthalten, auf die Deutschland bis jetzt noch nicht geantwortet habe, so der Minister. Viele in Polen gestohlene Kunstwerke würden heute in Deutschland versteigert werden, fügte Mularczyk hinzu.
Während der Plünderung Warschaus selbst wurden „mehr als 50.000 Waggons mit Gemälden, Möbeln, Büchern und Skulpturen abtransportiert, die sich jetzt in deutschen Schlössern, Häusern und Museen befinden und zum Vermögen des deutschen Staates gehören", erklärte der Minister.
Schätzungen zufolge seien über 500.000 wertvolle Kulturgüter aus Polen geraubt worden. Sie seien von Spezialkommandos beschlagnahmt worden und würden immer noch eine Kriegsbeute darstellen, betonte Mularczyk. Er schloss nicht aus, dass eine internationale Konferenz zum Thema der Rückgabe von Kulturgütern organisiert werden könnte.
Geht es nach dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Kulturminister Piotr Gliński werden die kulturellen Verluste infolge des deutschen Angriffs und der Besatzung während des Zweiten Weltkriegs auf ca 11 Mrd. EUR geschätzt.
IAR/ps