Deutsche Redaktion

Hackerangriff auf Bürgerplattform: "Gruppen aus Russland und Belarus verantwortlich"

04.04.2025 12:12
Über ein gehacktes E-Mail-Konto wurden infizierte E-Mails mit Schadsoftware an zahlreiche Abgeordnete der PO versendet. Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski betonte, dass der sogenannte “Wahl-Schutzschirm”, ein ressortübergreifendes Projekt zum Schutz der demokratischen Prozesse in Polen, in diesem Fall wirksam gegriffen habe. 
 .
Иллюстративное фото.pixabay

Die Bürgerplattform (PO) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, der mutmaßlich von Hackergruppen aus Russland und Belarus ausging. Laut einem Bericht der Rzeczpospolita begann der Angriff bereits Tage vor dem öffentlichen Bekanntwerden mit der Kompromittierung des E-Mail-Kontos eines regionalen Parteifunktionärs.

Über das gehackte Konto wurden infizierte E-Mails mit Schadsoftware an zahlreiche Abgeordnete der PO versendet. Einer der Empfänger schöpfte Verdacht und alarmierte die Behörden. Diese haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet.

Kritik gibt es an der internen Kommunikation der Partei. Viele Mitglieder der PO erfuhren erst durch einen Eintrag von Premierminister Donald Tusk auf der Plattform X von dem Vorfall. Die Parteiführung hatte zuvor keine offizielle Warnung vor den gefährlichen Nachrichten herausgegeben .

Digitalisierungsminister lobt Zusammenarbeit der Dienste

“Wir haben festgestellt, dass der Angriff von Gruppen ausging, die Verbindungen zum russischen und weißrussischen Geheimdienst haben. Ziel war es, Rafal Trzaskowski in irgendeiner Weise zu diskreditieren. Er scheiterte, weil der Wahlschirm funktionierte”, so Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski.

Wie Gawkowski betonte, habe der sogenannte “Wahl-Schutzschirm”, ein ressortübergreifendes Projekt zum Schutz der demokratischen Prozesse in Polen, in diesem Fall wirksam gegriffen. „Der “Wahl-Schutzschirm”, den wir geschaffen haben, schützt Polen und liefert gute Ergebnisse“, so Gawkowski. Das System bündele die Kräfte der polnischen Geheimdienste, Ministerien und Institutionen, um die Integrität der Wahlen zu gewährleisten.

„Er hat funktioniert, als der Angriff auf die PO stattfand“, sagte der Minister weiter und lobte die entschlossene Reaktion der Sicherheitsdienste. Diese analysieren derzeit die sogenannten „Vektoren des Eindringens“, also die technischen Schwachstellen, die ausgenutzt wurden.

Gawkowski kündigte zudem an, dass der Staat alle Täter verfolgen werde: „Der Angriff wird gründlich untersucht. Die Sache ist ernst, und die Verantwortlichen werden mit Sicherheit zur Rechenschaft gezogen.“ Er unterstrich, dass es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art handle – weitere Angriffe auf Wahlkomitees und Kandidaten seien bekannt, doch der Staat stehe in ständigem Kontakt mit den Betroffenen.

„Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass kein Politiker, keine Politikerin und kein Bürger heute sagen kann, dass der Staat ihn im demokratischen Prozess alleinlässt“, so der Minister abschließend.

PAP/IAR/rp/adn


Falschmeldung zu Mobilisierung bei Polnischer Presseagentur. Offenbar Cyberangriff

31.05.2024 15:52
Im Service der Agentur ist am Freitag um 14 Uhr eine Falschmeldung veröffentlicht worden, die von einer Teilmobilmachung im Juli informiert.

Regierung zu Cyberangriff auf Polnische Presseagentur: Höchstwahrscheinlich stecken die Russen dahinter

03.06.2024 08:00
Die polnische Regierung ist sich inzwischen fast sicher, dass der jüngste Cyberangriff auf die Polnische Presseagentur PAP von den Russen organisiert wurde, wie der private Radiosenders RMF FM erfahren hat. Am Freitagnachmittag hatte die PAP-Nachrichtenseite zweimal über eine angebliche Teilmobilisierung in Polen berichtet.

Kampf gegen Hacker: Regierung kündigt milliardenschweres Cyberschild an

03.06.2024 16:44
Vizepremier Gawkowski erklärte, dass Polen aufgrund der zunehmenden russischen Cyberangriffe vor den Wahlen zum Europäischen Parlament die Sicherheit seiner kritischen Infrastruktur erhöhen müsse.

Hackerangriff auf Polnische Weltraumagentur POLSA

03.03.2025 07:00
Der Angriff fand am Sonntag statt. „Um die Daten nach dem Einbruch zu sichern, wurde das Netzwerk von POLSA sofort vom Internet getrennt“, teilte die staatliche Weltraumagentur mit. mit.