Die Verteidigungsminister der E5‑Gruppe – Frankreich, Deutschland, Italien, das Vereinigte Königreich und Polen – haben bei einem Treffen in Krakau eine gemeinsame Verpflichtung zur Entwicklung von Drohnen‑Fähigkeiten, zu kostengünstiger gemeinsamer Produktion und zur koordinierten Beschaffung von Drohnen‑Effektoren unterzeichnet. Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak‑Kamysz erklärte, der technologische Wandel mache schnelle und angemessene Reaktionen notwendig.
Die Teilnehmer bekräftigten ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit, darunter das Ziel höherer Verteidigungsausgaben, die Umsetzung zugesagter Fähigkeiten in NATO‑Programmen und die Stärkung nationaler Abschreckungsstrukturen. Die E5‑Staaten wollen durch gemeinsame Maßnahmen verhindern, dass EU‑Mitglieder oder die Gruppe selbst zum Angriffsziel werden.
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow war digital zugeschaltet und erhielt erneut die Zusage weiterer Unterstützung. Die Minister betonten, die Sicherheit Europas werde maßgeblich an der ukrainisch‑russischen Front entschieden.
Frankreichs Verteidigungsministerin Catherine Vautrin sprach sich für ein stärker europäisches Profil der NATO aus und verwies auf wachsende Verteidigungsbudgets. Deutschlands Minister Boris Pistorius kündigte zusätzliche PAC‑2‑ und PAC‑3‑Luftabwehrraketen für die Ukraine an. Italiens Vizeverteidigungsministerin Isabella Rauti hob die Bedeutung der E5‑Formel für Interoperabilität hervor. Großbritanniens Minister Luke Pollard bezeichnete die neue Drohneninitiative als direkte Lehre aus dem Ukrainekrieg und versicherte Polen britische Unterstützung. EU‑Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte, dass EU‑Investitionen im Verteidigungsbereich die NATO stärken. NATO‑Vizegeneralsekretärin Radmila Šekerinska lobte Polens führende Rolle bei Verteidigungsinvestitionen.
IAR/adn