Auch das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt könnte Ziel weiterer ballistischer Raketenangriffe werden. Die Quellen gehen zugleich davon aus, dass die Chancen auf einen Durchbruch bei den Bemühungen um eine Beendigung des Krieges derzeit sehr gering sind.
Russland sei demnach nicht bereit, den Krieg unter dem Druck westlicher Sanktionen und ukrainischer Angriffe auf strategische Ziele zu beenden. Bloomberg zufolge könnte die derzeitige Phase des Konflikts zudem noch nicht den Höhepunkt der militärischen Eskalation darstellen.
In den vergangenen Wochen haben beide Seiten ihre gegenseitigen Angriffe verstärkt. Die Ukraine greift niest Monaten unter anderem russische Raffinerien und Logistikzentren an. Russland setzt verstärkt ballistische Raketen gegen Ziele in der Ukraine ein und versucht somit, den ukrainischen Getreideexport über das Schwarze Meer zu beeinträchtigen.
Debatte über taktische Atomwaffen
Gleichzeitig soll im Kreml die Unterstützung für einen möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen gegen die Ukraine zugenommen haben. Westliche Experten halten einen solchen Schritt allerdings weiterhin für wenig wahrscheinlich. Die militärischen Vorteile wären begrenzt, während die politischen Kosten enorm wären.
Der Direktor des Carnegie Russia Eurasia Center in Berlin, Alexander Gabujew, sagte Bloomberg zufolge, der militärische Nutzen eines solchen Einsatzes wäre gering, während die politischen Kosten hoch wären. Solange Russland die Möglichkeit habe, seine Angriffe mit konventionellen Waffen zu verstärken, werde es voraussichtlich darauf zurückgreifen.
Auch China und Indien sollen Moskau vor den negativen Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen gewarnt haben. Für die kommende Woche sind Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem indischen Premierminister Narendra Modi geplant.
Bloomberg/IAR/jc