NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat sich am Mittwoch in Warschau mit Premierminister Donald Tusk getroffen. „Heute haben wir hier in Warschau in erster Linie über die polnische Sicherheit gesprochen. Das ist meine Rolle als polnischer Premierminister (...). Wir werden sicherlich sehr eng für den Frieden in der Ukraine zusammenarbeiten. Niemandem ist das so sehr wichtig wie den Polen. Nur eine souveräne Ukraine, nur ein gerechter Frieden wird uns allen ein Gefühl der Sicherheit geben“, sagte Donald Tusk.
Polens Regierungschef hat dem NATO-Chef „für seine unmissverständliche Unterstützung und sein Interesse an dem Projekt des „Schild Ost" gedankt. „Wir übernehmen als Polen die volle Verantwortung für die Sicherheit der Ostgrenze, aber auch für unsere europäischen und NATO-Partner“, fügte er hinzu.
Klare Stellungnahme zu möglichem Angriff auf Polen
Mark Rutte hat unmissverständlich erklärt, wie sich die NATO im Falle eines möglichen Angriffs auf Polen verhalten würde. „Wenn jemand, irgendjemand, sich verrechnet und glaubt, Polen oder einen anderen Verbündeten angreifen zu können, ohne dass dies Konsequenzen hat, würde die Allianz mit aller Kraft reagieren. Die Reaktion wird vernichtend sein. Das muss Wladimir Putin und jedem anderen klar sein“, betonte der Chef des Nordatlantischen Bündnisses.
Rutte lobte Polen dafür, wie viel es für die Verteidigung ausgibt. Polen sei ein „geschätzter Verbündeter“, der die Ostflanke der NATO stärke. „Polen ist ein NATO-Land, das wirklich in seine Verteidigung und in die NATO investiert.
„Wir verlassen uns darauf, dass Polen von unseren amerikanischen Verbündeten und europäischen Partnern als ein wichtiges Glied in der Verteidigung Europas und der Allianz gesehen wird“, sagte der polnische Regierungschef.
Erwähnt wurde auch der kommende Gipfel über Sicherheitsgarantien für die Ukraine in Paris. Mehr als 20 Länder wurden eingeladen, nicht nur aus der EU, sondern auch aus Kanada, Norwegen und der Türkei. Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, wird im Laufe des Tages ebenfalls in Paris erwartet.
RMF24