Die Nachrichtenagentur AFP hat auf den Zustand der Legehennen in den Vereinigten Staaten hingewiesen, die von der Vogelgrippe betroffen sind. Nach Berechnungen des US-Landwirtschaftsministeriums sind 30 Millionen Legehühner durch die Seuche eingeschläfert worden.
„Anfang Februar hat die US-Botschaft in Warschau eine Anfrage an unsere Organisation gerichtet, ob Polen daran interessiert sei, Eier auf den US-Markt zu exportieren", erklärte die Generaldirektorin der Nationalen Kammer der Geflügel- und Futterproduzenten, Katarzyna Gawronska, gegenüber AFP. Der Direktor der litauischen Kammer der Geflügelproduzenten, Gytis Kauzonas, bestätigte, auch er habe eine ähnliche Anfrage von der diplomatischen Vertretung der USA in Litauen erhalten.
Schwierigkeiten beim Export von Eiern in die USA
Laut Gawronska sei es schwierig, eine klare Aussage über das verfügbare Volumen zu machen. Die Lage auf dem polnischen und dem europäischen Markt sei sehr angespannt. In vielen Ländern gebe es einen Mangel an Eiern. Gleichzeitig hänge viel vom Angebot der Amerikaner ab, fügte sie hinzu.
Die litauische Geflügelproduzentenkammer hat erklärt, die Märkte der baltischen Staaten und der EU würden von den lokalen Eiererzeugern vorrangig bedient werden. Die Nachfrage nach Eiern sei jetzt auch in Europa sehr hoch, sagte Kauzonas. Dem Direktor der litauischen Geflügelzüchterkammer zufolge seien für den Export von Eiern in die USA normalerweise spezielle tierärztliche Genehmigungen erforderlich. Es dauere Jahre, diese zu erhalten. Trotzdem sei „jetzt alles möglich“, fügte er hinzu.
IAR/ps