Deutsche Redaktion

EU-Außenminister beraten in Warschau über Ukraine-Hilfe

03.04.2025 10:48
Präsident Wolodymyr Zelenski benötige 5 Milliarden Euro, um mindestens 2 Millionen Artilleriegranaten zu kaufen. "Wir haben derzeit mehr als 50 Prozent des Bedarfs", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Donnerstag in Warschau.
Kaja Kallas
Kaja KallasGeert Vanden Wijngaert/Associated Press/East News

Vor dem Treffen betonte Kallas, dass die Hilfe für Kiew „so schnell wie möglich“ ankommen müsse.

„Ich bin froh, dass wir bereits alle möglichen Vorschläge haben und dass einzelne Länder ihren Beitrag zu dieser Initiative anbieten“, sagte Kallas. Sie erwarte, dass die EU-Staaten im Laufe des Tages weitere Unterstützungsschritte ankündigen.


Die EU-Politikerin betonte, dass eine starke Ukraine auf dem Schlachtfeld auch ihre Verhandlungsposition in möglichen Friedensgesprächen stärke. Sie verwies zudem auf das im März vorgestellte „Weißbuch“ zur Stärkung der europäischen Verteidigung, das unter anderem zinsgünstige Darlehen für EU-Staaten zum Ausbau ihrer Verteidigungskapazitäten vorsieht. Die Ziele des Weißbuchs sollen bis 2030 erreicht werden, doch Kallas forderte ein schnelleres Vorgehen.

Ein weiteres Thema des Treffens ist die geopolitische Lage, insbesondere die Lage im Nahen Osten. Auch die von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Zölle auf EU-Produkte stehen zur Debatte. Kallas warnte in diesem Zusammenhang vor Handelskonflikten: „Handelskriege haben keine Gewinner. Sie führen nur zu steigenden Preisen für Verbraucher und zur Inflation.“


PAP/jc